Geschäftsjahr 2020: Kreisbau Ostalb legt starkes Ergebnis vor

Coronajahr 2020 problemlos gemeistert – Vorstandswechsel im September

Souveräne und erfolgreiche Zahlen hat die Kreisbaugenossenschaft für das Geschäftsjahr 2020 veröffentlicht. Alle Geschäftsfelder konnten auch in der schwierigen Zeit der Pandemie ohne merkliche Einschränkungen weiter geführt werden. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Bilanzgewinn von 879.000€ ab und übertrifft damit nochmals das Ergebnis des Vorjahres. Die Eigenkapitalquote des Unternehmens konnte auf rd. 35,6 % gesteigert werden. Zum 1. September wird in der Genossenschaft der geplante Vorstandswechsel umgesetzt.

Kerngeschäft Vermietung
Anfangs des Jahres 2020, so Vorstand Georg Ruf, war aufgrund der Pandemie die Verunsicherung in der Bevölkerung sehr groß. Trotzdem konnten stets alle Wohnungen fristgerecht vermietet werden, sodass ganzjährig nahezu keine Leerstände zu verzeichnen waren. Das neu eingeführte digitale Bewerbungsverfahren hat die Verfahrensabläufe dabei sehr erleichtert. Auch derzeit stehen rd. 260 Interessenten auf der Warteliste für eine Kreisbauwohnung. Die starken Investitionen in den Gebäudebestand der vergangenen Jahre tragen dabei ihre Früchte. Auch die Tatsache, dass die Genossenschaft ihren Mieterinnen und Mietern lebenslanges Wohnen bietet, ist in Zeiten von Wohnraumknappheit ein ganz besonderes Gut. Die Kreisbau Ostalb hat rund 650 Wohn- und Gewerbeeinheiten im Bestand und betreut weitere 650 Immobilien für Dritte.

Bauträgertätigkeit
Die qualitativ hochwertigen Neubauwohnungen der Kreisbaugenossenschaft sind auf dem Markt bekannt. Auch im letzten Jahr verzeichnete die Sparte Bauträgertätigkeit weiterhin eine sehr rege Nachrage. Alle Wohnungen im Neubauprojekt in Essingen konnten fristgerecht an die neuen Eigentümer übergeben werden. In Iggingen und in Lindach entstehen derzeit zwei neue Projekte mit insgesamt 31 Wohnungen und drei Senioreneinrichtungen. Bereits während der Rohbauphase konnten in Iggingen alle Einheiten vermarktet werden. Das Bauträgergeschäft hat derzeit ein Volumen von rd. 39 Mio €. Hierzu zählt auch der Bau eines Gebäudeensembles mit 32 Wohnungen in Ellwangen. Die Kreisbau wird hier acht Wohnungen in den Bestand übernehmen und nach den Vorgaben des Landeswohnraumfördergesetzes dauerhaft vermieten. Darüberhinaus, so Vorstand Georg Ruf, sind bereits weitere Projekte im Raum Schwäbisch Gmünd und in Bopfingen in der Projektierung.

In der abschließenden Projektentwicklungsphase befindet sich derzeit das Baugebiet Hofacker in Mögglingen. Die Kreisbaugenossenschaft tritt hierbei als Vorhabens- und Erschließungsträger auf und übernimmt die gesamte Entwicklung der Bauleitplanung und der Erschließung. Die Kreisbau plant hier durch die Nutzung von Erdwärme und Fotovoltaikanlagen das erste CO2-neutrale Baugebiet im Ostalbkreis und ist damit Vorreiter in Sachen Klimaschutz. Mit den Erschließungsarbeiten soll im Frühjahr 2022 begonnen werden. Im Anschluss an die Erschließungsarbeiten sollen rd. 55 Eigentumswohnungen in mehreren Bauabschnitten entstehen.

Immo-Management wächst
Die Kreisbau versteht sich als Dienstleistungsunternehmen. Die Zahl der verwalteten Wohnungen konnte gegenüber dem Vorjahr nochmals gesteigert werden. „Dies ist vor allem auf die rege Neubautätigkeit der Genossenschaft zurückzuführen, da die fertiggestellten Objekte ebenfalls in die eigene Verwaltung der Kreisbau Ostalb übergehen. „Schon allein dadurch“, so der nebenamtliche Vorstand Ottmar Schweizer, „ist mit einem weiteren Wachstum der Geschäftssparte in den kommenden Jahren zu rechnen.“ Deutlich angezogen hat die Nachfrage nach Zwischenmietverhältnissen und der Mietverwaltung. Dieses komfortable und sichere Dienstleistungsangebot nehmen immer mehr Kapitalanleger in Anspruch. Die Kreisbau übernimmt hierbei das komplette vertragliche, technische und kaufmännische Management der Kapitalanlage.

Geschäftszahlen und Vorstandswechsel
Die Kreisbaugenossenschaft ist substantiell außerordentlich gut aufgestellt, so die Vorstände Georg Ruf und Ottmar Schweizer. Der erzielte Gewinn in Höhe von 879.000 € bleibt im Unternehmen und wird wiederum in den Gebäudebestand investiert. Mit der auf über 35 % gestiegenen Eigenkapitalquote ist die Genossenschaft in der Lage weiter in neue Bestandswohnungen zu investieren. Auch die Steigerung der Anteilszeichnungen der Genossenschaftsmitglieder um mehr als 10 % stärkt das Eigenkapital und zeigt das Vertrauen in die Kreisbau Ostalb. In absolut geordneten Bahnen wird sich der Vorstandswechsel der Genossenschaft zum 1. September vollziehen. Der bisherige geschäftsführende Vorstand wird auf eigenen Wunsch in die Position des nebenamtlichen Vorstands wechseln. Die Geschäftsführung wird zu diesem Zeitpunkt Nikolaus Ebert übernehmen. Er ist bereits zum 1. Juli als neues Vorstandsmitglied in das Unternehmen eingetreten. Ausscheiden wird der bisherige nebenamtliche Vorstand Ottmar Schweizer aufgrund des Erreichens der satzungsgemäßen Altersgrenze.

Ein Ensemble mit 32 Wohnungen erstellt derzeit die Kreisbau Ostalb in Ellwangen. Acht Wohnungen werden im Rahmen des Landeswohnraumfördergesetzes entstehen und dauerhaft als vergünstigte Wohnungen im Bestand der Genossenschaft bleiben.

Kreisbaugenossenschaft Ostalb eG in Zahlen
• Gründung im Jahr 1935
• Geschäftsgebiet Ostalbkreis
• Bilanzvolumen 52,2 Mio. €
• Eigenkapitalquote: 35,6 %
• Jahresüberschuss 2020: 879 TE €
• Mitglieder 1.480 mit 10.979 Geschäftsanteilen
• Rd. 1.300 eigene und fremdverwaltete Objekte, Sonderimmobilien wie Ärztehaus, Pflegeheim, Außenstelle Landratsamt u.a.
• 32 Mitarbeiter
• Vorstand:
Hauptamtlich: Georg Ruf bis 31.08.2021
ab 01.09.2021 Nikolaus Ebert (bereits seit 01.07.2021 als weiterer Vorstand bei der Kreisbau)
Nebenamtlich: Ottmar Schweizer bis 31.08.2021
ab 01.09.2021 Georg Ruf
• Aufsichtsrat: Vorsitzender Peter Traub