10. Ordentliche Mitgliederversammlung der Kreisbau Ostalb

Genossenschaft weiterhin auf stabilem Wachstumskurs

Ein wichtiger Termin für die Mitglieder der Kreisbaugenossenschaft Ostalb eG, der bereits zu Beginn eines jeden Jahres festgelegt wird, ist die jährliche ordentliche Mitgliederversammlung der Genossenschaft. Diese fand am vergangenen Mittwoch aufgrund der Corona-Pandemie in der Glück-Auf-Halle in Aalen-Hofen mit rund 80 Personen statt. Auch das Geschäftsjahr 2019 war wieder ein sehr gutes und so konnte Vorstand Georg Ruf erfreuliche Ergebnisse und Zahlen präsentieren. Vor allem die Geschäftsbereiche Bauträgergeschäft und Bestandsvermietung weisen außerordentlich gute Ergebnisse vor. Die Bilanz zeigt einen Jahresüberschuss in Höhe von über 850.000 € und eine Erhöhung der Eigenkapitalquote auf rund 31 Prozent. Eine Dividendenausschüttung von drei Prozent an die Mitglieder wurde beschlossen.

Die nachhaltige Unternehmenspolitik und die Investitionen in den eigenen Wohnungsbestand der Kreisbau Ostalb zeigen Wirkung. Überall hat sich eine weitere Stabilisierung des Geschäftsbertriebs in wirtschaftlicher und qualitativer Hinsicht eingestellt. Die Bilanzsumme lag zum Jahresabschluss bei soliden 57 Mio. €. Seit 2015 sind auch die Mitgliederzahlen stabil. Hier konnte in den vergangenen Jahren wieder ein leichter Anstieg verzeichnet werden. Dabei spielt vor allem die rege Neubautätigkeit der Kreisbau Ostalb eine wichtige Rolle, ebenso die Investitionen von Kapitalanlegern, was auch einen Anstieg der Geschäftsanteile zur Folge hat. Zum Bilanzstichtag konnten 1.463 Mitglieder gezählt werden.

Bauträgergeschäft mit starkem Verlauf
Das große Engagement der Kreisbau Ostalb im gesamten Ostalbkreis und die Ausweitung des Geschäftsgebiets in Richtung Schwäbisch Gmünd erweisen sich weiterhin als strategisch richtig. Auch die Qualität der Kreisbau-Immobilien begeistert. „Wir hören immer mehr von unseren Kunden, dass die Neubauwohnungen der Genossenschaft qualitativ überzeugen und dem Wettbewerb in vielen Punkten überlegen sind“, so Vorstand Georg Ruf. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden 13 Wohnungen des Neubauprojekts in Essingen mit einem Volumen von rund 4 Mio. € veräußert. Die Übergabe der Wohnungen an die neuen Eigentümer ist bereits für November 2020 geplant. „Geschätzt wird von unseren Kunden vor allem auch der fundierte Organisationsablauf von der Projektentwicklung über das Baumanagement bis hin zur Übergabe des fertigen Objekts“, betont Georg Ruf. Aktuell sind in der Gemeinde Iggingen 13 Wohnungen und eine Senioren-Wohngemeinschaft sowie eine Tagespflege für Senioren mit einem Investitionsvolumen von circa 7,2 Mio. € im Bau. Außerdem investiert die Kreisbau Ostalb im Gmünder Stadtteil Lindach rund 10,5 Mio. € und baut 19 Eigentumswohnungen sowie eine Ambulant Betreute Wohngemeinschaft für ältere Menschen mit Betreuungsbedarf. Ein Ausblick auf 2021 zeigt, dass die Kreisbau Ostalb weiterhin im Neubaubereich am Markt aktiv sein wird. Geplant ist ein Neubauprojekt im Herzen von Ellwangen mit einem Investitionsvolumen von rund 12 Mio. €.

Vor allem im Maklerbereich machen sich sogenannte Kompensationsgeschäfte bemerkbar. Die Altersstruktur der Käufer von Eigentumswohnungen der Kreisbau Ostalb zeigt deutlich, dass rund 60 Prozent bereits über 50 Jahre sind. Meistens handelt es sich dann beim Kauf einer Eigentumswohnung um die zweite Immobilie – entweder als Kapitalanlage oder als „Alterssitz“. Im Zuge dessen wird das bisherige Einfamilienhaus über den hausinternen Maklerbereich der Genossenschaft veräußert.

Bestandsvermietung – Sanierungen zeigen Wirkung
Im Bereich der Bestandsvermietung zeigen die großen Sanierungsschübe der vergangenen Jahre Wirkung. Seit 2010 wurden insgesamt rund 12 Mio. € in den eigenen Bestand der Genossenschaft investiert. In 2019 waren es allein 923.000 €. Die Leerstandssituation konnte dadurch enorm gesenkt werden, die Mieteinnahmen stiegen an. Aktuell liegt die Leerstandsquote, in der Regel sanierungsbedingt, bei 1,1 Prozent. Ein Wert, der realistisch betrachtet nicht mehr unterschritten werden kann. Die Nachfrage nach Mietwohnungen ist weiterhin hoch, sodass die Kreisbau Ostalb mit rund 630 Bestandsmietverträgen im Ostalbkreis als starker Vermieter mit sozialer Verantwortung auftritt. „Mit einer Durchschnittsmiete von rund 6,35 € Ende 2019 in der Bestandsvermietung und einem lebenslangem Wohnrecht kann hier auch von einer großen Fürsorgepflicht unseren Mietern gegenüber gesprochen werden“, so Vorstand Georg Ruf. Insbesondere im kommenden Jahr sollen in der Stadt Ellwangen Wohnungen nach den Vorgaben des Landeswohnraumfördergesetzes entstehen.

Immobilienmanagement wächst weiter
Im Bereich der WEG-Verwaltung ist auch weiterhin Wachstum spürbar. Vor allem durch die Bauträgertätigkeit und die damit verbundene Übernahme der fertiggestellten Wohnungen in die eigene WEG-Verwaltung. Auch der Bereich Mietverwaltung entwickelt sich immer mehr zu einem umfangreichen Property Management. Ein deutlicher Zuwachs zeigt auch der Bereich Zwischenvermietung. Insgesamt befinden sich im Berichtsjahr 655 (VJ 568) Objekte für Dritte in der Verwaltung der Kreisbau Ostalb.

Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig entlastet
Die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat wurde auch in diesem Jahr bei der Mitgliederversammlung der Genossenschaft einstimmig erteilt. Die Aufsichtsräte der Kreisbaugenossenschaft Ostalb werden jeweils auf die Dauer von drei Jahren gewählt. Zur Wiederwahl stellten sich daher Aufsichtsratsmitglied Andreas Holdenried und Bürgermeister Peter Traub und wurden einstimmig gewählt. Aus persönlichen Gründen schied am Tag der Mitgliederversammlung Andreas Götz als Mitglied aus dem Aufsichtsrat aus. Als Nachfolger wurde Markus Frei in den Aufsichtsrat gewählt.

Die Mitgliederversammlung nahm den Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns von rund 765.000 € an, sodass eine erfreuliche Ausschüttung von drei Prozent Dividende an die Mitglieder beschlossen wurde. Rund 703.000 € werden den Ergebnisrücklagen der Genossenschaft zugeführt.